Für Professionals
Brustkrebs
1. Präoperativ
1.1. Taxanhältige Chemotherapie mit/ohne oralem 5-FU für prä-/postmenopausale Patientinnen ± Behandlung mit einer Standardimmuntherapie
Zweck und Ziel:Es soll untersucht werden, ob sich die gemeinsame Verabreichung von Infusionschemotherapie und Chemotherapie in Tablettenform vor der geplanten Operation gegenüber der Standardbehandlung in Bezug auf die Verkleinerung des Tumors als Vorteil erweist.
2. Postoperativ
2.1. Hormontherapie mit einem Aromatasehemmer nach vorheriger 5-jähriger Hormontherapie für postmenopausale Patientinnen
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden, ob nach bereits erfolgter, mehrjähriger Hormontherapie eine weitere hormonelle Behandlung für 5 Jahre gegenüber einer weiteren Behandlung von 2 Jahren das Risiko für ein erneutes Auftreten der Erkrankung senken bzw. das Gesamtüberleben verlängern kann.
2.2. Hormontherapie mit Aromatatasehemmer bei postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor- und Lymphknoten-positivem Brustkrebs
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden, ob zwischen den beiden Aromatasehemmern Letrozole und Anastrozol ein Unterschied bei der Behandlung von frühem Brustkrebs besteht.
3. Fortgeschritten, metastasiert
3.1. Chemotherapie mit oder ohne Angiogenesehemmer für Patientinnen mit HER2 negativen Brustkrebs als Erstlinientherapie
Zweck und Ziel:Es werden die Anwendung von „Bevacizumab und Docetaxel“ und „Docetaxel und Placebo“ verglichen, um zu prüfen, ob die Anwendung des Antikörpers „Bevacizumab“ die Lebenserwartung steigern kann.
3.2. Chemotherapie mit Herzeptin und mit oder ohne Angiogenesehemmer für Patientinnen mit HER2 positiven Brustkrebs als Erstlinientherapie
Zweck und Ziel:Es wird die Anwendung von „Bevacizumab“ gemeinsam mit Docetaxel/Trastuzumab und Docetaxel/Trastuzumab verglichen, um zu prüfen, ob die Anwendung des Antikörpers Bevacizumab die Lebenserwartung der Patienten erhöhen kann.
4. Kurativ
4.1. Therapie gegen chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen mit einem neuen Serotonin Rezeptor Antagonisten
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden, ob einmalige Verabreichung von Palonosetron mit Dexamethason zur Vorbeugung von chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen ausreichend wirksam ist.
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Darmkrebs
1. Präoperativ
1. 1. Chemotherapie mit Immuntherapie und Radiotherapie bei PatientenInnen mit lokal fortgeschrittenem operablem Rektumkarzinom
Zweck und Ziel:Es soll die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer präoperativen intensivierten Strahlentherapie kombiniert mit einer Chemotherapie bestehend aus Capecitabine (Xeloda®) und dem monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux®) bei PatientenInnen mit lokal fortgeschrittenem operablem Mastdarmkrebs untersucht werden. Das Ziel dieser Vorbehandlung ist es, die Größe und die Ausdehnung des Tumors zu reduzieren, um dann bei der Operation eine vollständige Entfernung der Geschwulst zu ermöglichen.
2. Postoperativ
2.1. Chemotherapie mit oder ohne Angiogenesehemmer
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden, ob die zusätzliche Gabe von „Bevacizumab“ zur Kombinationschemotherapie FOLFOX-4 oder XELOX die Lebenserwartung steigern sowie das Wiedererkrankungsrisiko senken kann.
3. Fortgeschritten, metastasiert
3.1. Vergleich zweier etablierter Chemotherapien mit Oxaliplatin in Kombination mit einer Immuntherapie als Erstlinientherapie bei Patienten, die noch nie mit Oxaliplatin behandelt wurden
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden welche der beiden Behandlungen des metastasierten Kolorektalkarzinom, UFOX oder FOLFOX-4 in Kombination mit Cetuximab besser wirkt.
3.2. Chemotherapie mit oralem 5-FU und Oxaliplatin als Erstlinientherapie
Zweck und Ziel:
Es soll geprüft werden, ob die Anwendung der XELOX-Chemotherapie über 4 Monate + Wiedereinleitung im Falle einer Verschlechterung genauso gut oder besser ist als die fortlaufenden Behandlung mit der gleichen Medikamentenkombination.
3.3. Chemotherapie mit oder ohne Immuntherapie gegen EGFR als Zweitlinientherapie
Zweck und Ziel:Es soll geprüft werden, ob die Anwendung von Panitumumab in Kombination mit einer standardmäßigen Chemotherapie-Behandlung bei der Behandlung des metastasierenden Darmkrebs wirksamer ist als die alleinige Standard-Chemotherapie.
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Lungenkrebs
1. Präoperativ
1.1. Kombinierte Radio-Chemotherapie oder Chemotherapie alleine beim Nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC)
Zweck und Ziel:
Es soll geprüft werden, welche Behandlung eine höhere Wahrscheinlichkeit auf auf das komplette Verschwinden des Lungenkrebs bei der anschließenden Operation hat: Chemotherapie alleine oder kombiniert mit einer Strahlentherapie.
2. Fortgeschritten, metastasiert
2.1. Platinhältige Chemotherapie im Vergleich zu Chemotherapie mit neuem Antifolat als Erstlinientherapie beim Kleinzelligem Lungenkarzinom (SCLC)
Zweck und Ziel:
Es soll geprüft werden, ob die Behandlung mit Alimta und Carboplatin gleich wirksam ist wie die Behandlung mit Etoposid und Carboplatin.
2.2. Chemotherapie mit Angiogenesehemmer als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC)
Zweck und Ziel:
Es soll die Sicherheit bzw. die Nebenwirkungen von Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit verschiedenen Chemotherapien bei der Behandlung von Lungenkrebs geprüft werden. Außerdem soll festgestellt werden, ob Bevacizumab zusätzlich zur Chemotherapie das Fortschreiten des Lungenkrebs verzögern und somit die Lebenserwartung steigern kann.
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Weichteil-Knochenkrebs
1. Präoperativ / Postoperativ
Chemotherapie für PatientInnen über 40 Jahre mit Osteosarkom
Zweck und Ziel:
Es sollen die Heilungsaussichten von Knochensarkompatienten im Alter von 41-65 Jahren verbessert werden. Dies soll durch den Einsatz einer Standardtherapie, die in der Dosierung adaptiert ist an diese Altersgruppe erreicht werden






